So gelingt deine Bildschirm-Präsentation

Bildschirm-Präsentation

Du sollst für dein Seminar oder deinen Vortrag eine Bildschirm-Präsentation vorbereiten? Dann ist dieser Beitrag für dich. Du findest hier einige Anregungen, wie du eine gute Präsentation lieferst.

„PowerPoint“ als Synonym für eine Bildschirm-Präsentation

Microsoft PowerPoint ist ein Software-Produkt der Microsoft Corporation und wird von den meisten Windows-Anwendern genutzt. Deshalb wird „PowerPoint“ meist als Synonym für eine Bildschirm-Präsentation verwendet.

Macintosh-Nutzer verwenden gerne Keynote – das entsprechende Software-Produkt der Firma Apple Inc..

Wozu eine Bildschirm-Präsentation?

Die Bildschirmpräsentation sollte immer Mittel zum Zweck sein. Werde dir vorher über den Zweck und das Ziel deines Vortrags bewusst: Was genau willst du erreichen? Wie sollen die Zuhörenden von deiner Präsentation profitieren? Und überlege dir dann, wie eine Bildschirmpräsentation die Teilnehmenden dem Ziel der Veranstaltung näher bringen kann.

Deine Botschaft und du als „Botschafter“ bzw. „Botschafterin“ – ihr beide seid der Mittelpunkt deines Vortrags. Eine Bildschirmpräsentation sollte deine Ausführungen bekräftigen, veranschaulichen, untermalen – nicht jedoch überlagern oder gar dominieren.

Sie kann auch zur Auflockerung deines Vortrags dienen.

Bitte eine Bildschirm-Präsentation nur, wenn unbedingt notwendig!

Bei vielen Seminaren und Vorträgen ist es üblich, eine Bildschirm-Präsentation zu zeigen. Ob sie sinnvoll ist oder ob sie überhaupt irgend einen Zweck erfüllt, ist anscheinend vielen Vortragenden schnuppe.

Habe Mitleid mit den vielen PowerPoint-Gequälten. Diese erkennt man daran, dass sie die Augen verdrehen und Seufzer ausstoßen, wenn der Video-Projektor („Beamer“) eingeschaltet wird. Und innerlich dann augenblicklich abschalten, am Handy herumspielen oder sich in der Vorstellung an den Ort des letzten schönen Urlaubs versetzen. Wenn man schon nicht aufstehen und weglaufen kann – was der natürliche Impuls wäre, aber bei den „Mitleidenden“ nicht so gut ankommt – dann wird zumindest die innere Flucht gewählt.

Daher stelle dir bitte zuerst die Frage: Brauche ich PowerPoint, um meine Vorstellungen verständlich aufzubereiten? Wenn deine ehrliche Antwort ein „Nein“ ist, dann habe den Mut und verzichte darauf.

Schlichtes Design gewinnt immer

Du kennst sie wahrscheinlich: Die Vorlagen, die vor Design nur so strotzen. Schriften, die von irgendwoher effektvoll hineinfliegen, die man aber dafür nur schwer lesen kann. Überladene Seiten mit Text vollgestopft. Zahlen, die einem bildlich um die Ohren fliegen. So, als würde jede Folie viel Geld kosten und man daher an Platz sparen müssen.

Mach es bitte anders!

Das Design ist weniger wichtig, sondern der Inhalt deiner Präsentation! Hier gilt: Weniger ist mehr! Je schlichter, umso besser. Weniger Design, große Schriften, überschaubarer Text je Folie.

Design-Tipps, mit denen du punktest

Halte dich an diese Tipps und es kann in punkto Design schon mal nichts schief gehen:

  • heller (weißer) Hintergrund
  • Logo bzw. Firmenbezeichnung dezent und immer an derselben Stelle
  • Schrift: schwarz oder blau
  • Effektschrift: rot
  • Schriftgröße: mindestens 18 pt, besser mehr
  • Verwende nicht mehr als 2-3 verschiedene Schriftgrößen
  • Abstand zwischen den Zeilen: 0,5-2 Zeile(n)
  • Folien-Überschrift: immer an derselben Stelle und in derselben Größe
  • ideal sind nicht mehr als 7 Aufzählungen auf einer Folie
  • verwende Stichwörter
  • Folien-Animation: verzichte darauf oder wähle die Animation „einfliegen von links“

Tipps für den optimalen Ablauf einer Bildschirmpräsentation

Ich empfehle dir, die Folien deiner Präsentation folgender Maßen aufzubauen – dies bestimmt dann auch den Ablauf der Präsentation:

  • Einleitung: Titel, Untertitel, dein Name
  • Überblick, Inhaltsangabe (ideal sind nicht mehr als 3-5 Kapitel)
  • Inhaltsfolien lt. Design-Tipps
  • Zusammenfassung
  • Abschlussworte

Inhalte der Folien

Schreibe in Stichworten

Schreibe auf die Folien nur Stichworte. Beziehe dich dann in deinem Vortrag auf den jeweiligen Inhalt der Folie und sprich frei dazu.

Schreibe nur in Ausnahmefällen ganze Sätze. Solche Ausnahmen können Zitate sein oder wichtige Inhalte wie Gesetzestexte.

Verwende Bildmaterial

„Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte.“ Lockere die Präsentation mit Bildern auf.

Wenn du viel Zahlenmaterial verwenden musst, dann erstelle Diagramme. Ob Säulen-, Linien-, Torten- oder Balkendiagramme: sie machen die Zahlen anschaulicher.

Tipps für eine gute Gestaltung deines Vortrags

Verwende die Taste „B“

Du verschaffst dir sofort Aufmerksamkeit, wenn du zwischendurch die Präsentation stoppst und das dargebotene Bild ausblendest. Du erreichst dies, indem du auf die Taste „B“ tippst. Das funktioniert übrigens bei PowerPoint und bei Keynote gleichermaßen.

Medienwechsel

Bereits mehr als fünf Minuten Bildschirm-Präsentation ermüdet dein Publikum. Bringe daher Abwechslung in länger dauernde Vorträge. Lenke zwischendurch die Aufmerksamkeit auf etwas anderes. Verwende zum Beispiel das Flipchart. Oder unterbreche zumindest die Präsentation, in dem du, wie oben beschrieben, auf die Taste „B“ drückst.

Keine Panik, wenn die Technik versagt

Auch bei der besten Vorbereitung kann es passieren, dass der Computer ausfällt, die Präsentation nicht gestartet werden kann oder ständig abstürzt, der Beamer sich mit einem Knall verabschiedet, der Strom ausfällt und anderes mehr.

Wenn du die Bildschirmpräsentation in den Mittelpunkt deines Vortrags gestellt hast, dann ist der Zeitpunkt für eine mittlere Panik gekommen … 😉

Lasse es aber gar nicht so weit kommen. Verwende deine Bildschirm-Präsentation – wie bereits erwähnt – als Hilfsmittel und stelle sie nicht in den Vordergrund. Drucke einige Exemplare der wichtigsten Folien aus und gib diese in eine Mappe. Bei Ausfall der Technik kannst du diese austeilen. Schreibe die wichtigsten Eckdaten auf ein Flipchart-Plakat.

Zusammenfassung

  • Eine Bildschirmpräsentation sollte immer Mittel zum Zweck sein und nicht im Mittelpunkt deines Vortrags stehen.
  • Werde dir vorher über den Zweck und das Ziel deines Vortrags bewusst. Was genau willst du erreichen? Was sollen die Zuhörenden durch deine Präsentation profitieren? Und überlege dir dann, wie eine Bildschirmpräsentation die Erreichung dem Ziel näher bringen kann.
  • Plane einen klaren Ablauf. Mache den Ablauf transparent, indem du eine Inhaltsangabe und eine Zusammenfassung in die Präsentation einfügst.
  • Bereite dich auch für den Fall vor, dass die Technik versagt und du ohne diese auskommen musst.

Ich freue mich, wenn du meinen Artikel teilst! 🙂

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